IFL diskutiert Zukunftsthemen der Intralogistik
Mitgliederversammlung und Wissenschaftlicher Beirat beraten über die Weiterentwicklung der industriellen Gemeinschaftsforschung
Die Mitglieder der Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) e.V. kamen am 8. September 2026 beim VDMA in Frankfurt zu ihrer Mitgliederversammlung und der anschließenden Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen der industriellen Gemeinschaftsforschung, die strategische Ausrichtung der Forschungsförderung sowie die Weiterentwicklung innovativer Ansätze für die Intralogistik.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden Jahresbericht und Jahresrechnung vorgestellt sowie die Weichen für die zukünftige Haushaltsplanung gestellt. Die Mitglieder bestätigten außerdem den Vorstand und würdigten die erfolgreiche Zusammenarbeit der IFL mit ihren Partnern aus Forschung, Industrie und Förderlandschaft. Dr. Oliver Kempkes wurde als Vorstandsvorsitzender der IFL wiedergewählt.
Einen wichtigen Diskussionspunkt bildeten die aktuellen Entwicklungen in der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Dabei standen insbesondere die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz im Forschungsprozess sowie die Auswirkungen veränderter Förderrahmenbedingungen auf zukünftige Forschungsaktivitäten im Fokus. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Forschungsvereinigungen und ihre Mitglieder die Chancen neuer Technologien aktiv nutzen und gleichzeitig transparente und verlässliche Bewertungsmaßstäbe sicherstellen müssen.
Der Wissenschaftliche Beirat befasste sich am Nachmittag mit der Bewertung neuer Forschungsansätze sowie dem Status von im Genehmigungsprozess befindlicher und laufender Projekte. Die Vielzahl der eingereichten Themen spiegelte die aktuellen Transformationsprozesse in der Intralogistik wider. Automatisierung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Interoperabilität und neue Technologien für Materialfluss- und Fördertechnik prägen weiterhin die Forschungsagenda der Branche.
In den Diskussionen wurde deutlich, dass die IFL auch weiter künftig konsequent auf praxisnahe und vorwettbewerbliche Forschung setzt. Entscheidend für die Unterstützung neuer Vorhaben sind der erkennbare Nutzen für die Unternehmen, die wissenschaftliche Innovationshöhe sowie eine breite Anwendbarkeit der Ergebnisse in der industriellen Praxis, insbesondere für KMU. Der Wissenschaftliche Beirat leistete hierzu wichtige Beiträge zur inhaltlichen Schärfung einzelner Forschungsansätze und formulierte Empfehlungen für deren weitere Ausarbeitung.
Neben der Projektbewertung wurden auch Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Begutachtungs- und Auswahlprozesse diskutiert. Ziel ist es, die Qualität und Transparenz der Forschungsförderung weiter zu stärken und die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Verband auszubauen. Hierzu soll es eine Infoveranstaltung über die Kriterien der Begutachtung der Forschungsanträge geben.
Die Ergebnisse der beiden Sitzungen unterstreichen die wichtige Rolle der IFL als Brücke zwischen Forschung und industrieller Anwendung. Gerade in Zeiten technologischen Wandels leisten die gemeinsamen Forschungsaktivitäten einen wichtigen Beitrag, um Innovationen schneller in die Praxis zu überführen und die Wettbewerbsfähigkeit der Intralogistik nachhaltig zu stärken.




